We hate to entertain you!

Allgemein Sep 28, 2017 No Comments

Heute morgen, im Fach von Frau Gerhardt: Ein Stapel Zettel. Fotoprotokoll der letzten Klausurtagung zum Thema Unterrichtsentwicklung. Notiz des Chefs darauf: Und? Seid ihr damit schon weiter? Ich denk sofort und auf der Stelle: Ja! Und wundere mich dann. Kaum zu glauben: Alles, was auf dem Zettel stand ist erledigt, auf den Weg gebracht, in Gang gekommen. Ein schönes Gefühl!

Ganz unten im Stapel: Das Bild des Verlaufsprotokolls einer unserer Arbeitsgruppen zum Thema. Erster Graphic-Recording-Versuch. D.h. ich habe live grafisch aufgezeichnet, was gesprochen wurde.

Fünf Minuten später sitze ich oben im Teamraum bei einem Gespräch zwischen der neuen Teilhabeassistentin einer meiner Schüler und dem Kollegen, mit dem ich die Klasse leite. Es geht maßgeblich darum, ihr unsere Haltung zu erläutern, die wir im Unterricht an den Tag legen wollen, darum, wie wir uns als Lehrer*innen sehen, welche Ziele wir auf lange Sicht mit den Kindern verfolgen. Zufällig schaue ich auf meinen Zettelstapel und entdecke unsere Notizen auf dem Fotoprotokoll: „We hate to Entertainment you“ „Das Prinzip für alles: Lehrer*innen sind Coaches und organisieren die Lernumgebung. Schüler*innen organisieren ihr Lernen.“ „Giraffe sein – nicht Wolf“ „Verantwortungsübernahme“ „Zum Leben befähigen“ „All Inklusion“.

Später hänge ich mir den Zettel an meinen Schreibtisch im Teamraum (symbolisch – ich bin fast nie dort). Und feiere innerlich ein kleines Alltagsfest: Es lebe die Zettelsammlung! Das Fotoprotokoll! Die Erinnerung an gute Vorsätze und das schöne Gefühl damit auf dem Weg zu sein!

fraugerhardt

Dörthe Gerhardt (Jg.1977), Förderschullehrerin mit den Schwerpunkten Inklusion und Kunst an der Richtsberg-Gesamtschule Marburg / Kulturschule des Landes Hessen. Studentin des Masterstudiengangs Kulturelle Bildung an Schulen.

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